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Gesundheitsförderung

Aufgrund der demografischen Entwicklung müssen sich die Unternehmen auf einen immer härter werdenden Kampf um qualifizierte Arbeitnehmer einstellen. Die Belegschaften werden immer älter und die Krankheitskosten werden steigen. Psychische und chronische Erkrankungen nehmen zu.

Mit einem effizienten betrieblichen Gesundheitsmanagement lassen sich Unfälle vermeiden, Kosten für Behandlungen senken und die Arbeitsfähigkeit fördern.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement wird steuerlich gefördert.

Nach § 3 Nr. 34 EStG sind steuerfrei:

zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der betrieblichen Gesundheitsförderung, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§ 20 und 20a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genügen, soweit sie 500 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen

Die Vorschrift konnte erstmals im Jahr 2008 angewendet werden (§ 52 Abs. 4c EStG).

Mit dem Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz - PrävG) vom 17.07.2015 wurde nach § 20 SGB V ein neuer § 20a eingefügt und der bisherige § 20a wurde zu § 20b. Eine Änderung der steuerlichen Vorschrift (§ 3 Nr. 34 EStG) ist bisher nicht erfolgt.

Damit gelten folgende Voraussetzungen:

§ 20 SGB V (Primäre Prävention und Gesundheitsförderung):

(1) Die Krankenkasse sieht in der Satzung Leistungen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken (primäre Prävention) sowie zur Förderung des selbstbestimmten gesundheitsorientierten Handelns der Versicherten (Gesundheitsförderung) vor. Die Leistungen sollen insbesondere zur Verminderung sozial bedingter sowie geschlechtsbezogener Ungleichheit von Gesundheitschancen beitragen. Die Krankenkasse legt dabei die Handlungsfelder und Kriterien nach Absatz 2 zugrunde.
....
(4) Leistungen nach Absatz 1 werden erbracht als
  1. Leistungen zur verhaltensbezogenen Prävention nach Absatz 5,
  2. Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten für in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte nach § 20a und
  3. Leistungen zur Gesundheitsförderung in Betrieben (betriebliche Gesundheitsförderung) nach § 20b.

....
(6) Die Ausgaben der Krankenkassen für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben nach dieser Vorschrift und nach den §§ 20a bis 20c sollen insgesamt im Jahr 2015 für jeden ihrer Versicherten einen Betrag in Höhe von 3,17 Euro und ab dem Jahr 2016 einen Betrag in Höhe von 7 Euro umfassen. Ab dem Jahr 2016 wenden die Krankenkassen von dem Betrag nach Satz 1 für jeden ihrer Versicherten mindestens 2 Euro jeweils für Leistungen nach den §§ 20a und 20b auf. Unterschreiten die jährlichen Ausgaben einer Krankenkasse den Betrag nach Satz 2 für Leistungen nach § 20a, so stellt die Krankenkasse diese nicht ausgegebenen Mittel im Folgejahr zusätzlich für Leistungen nach § 20a zur Verfügung. Die Ausgaben nach den Sätzen 1 und 2 sind in den Folgejahren entsprechend der prozentualen Veränderung der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 Absatz 1 des Vierten Buches anzupassen.

§ 20b SGB V (Betriebliche Gesundheitsförderung):

(1) Die Krankenkassen fördern mit Leistungen zur Gesundheitsförderung in Betrieben (betriebliche Gesundheitsförderung) insbesondere den Aufbau und die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen. Hierzu erheben sie unter Beteiligung der Versicherten und der Verantwortlichen für den Betrieb sowie der Betriebsärzte und der Fachkräfte für Arbeitssicherheit die gesundheitliche Situation einschließlich ihrer Risiken und Potenziale und entwickeln Vorschläge zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation sowie zur Stärkung der gesundheitlichen Ressourcen und Fähigkeiten und unterstützen deren Umsetzung. Für im Rahmen der Gesundheitsförderung in Betrieben erbrachte Leistungen zur individuellen, verhaltensbezogenen Prävention gilt § 20 Absatz 5 Satz 1 entsprechend.
(2) Bei der Wahrnehmung von Aufgaben nach Absatz 1 arbeiten die Krankenkassen mit dem zuständigen Unfallversicherungsträger sowie mit den für den Arbeitsschutz zuständigen Landesbehörden zusammen. Sie können Aufgaben nach Absatz 1 durch andere Krankenkassen, durch ihre Verbände oder durch zu diesem Zweck gebildete Arbeitsgemeinschaften (Beauftragte) mit deren Zustimmung wahrnehmen lassen und sollen bei der Aufgabenwahrnehmung mit anderen Krankenkassen zusammenarbeiten. § 88 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 des Zehnten Buches und § 219 gelten entsprechend.
(3) Die Krankenkassen bieten Unternehmen unter Nutzung bestehender Strukturen in gemeinsamen regionalen Koordinierungsstellen Beratung und Unterstützung an. Die Beratung und Unterstützung umfasst insbesondere die Information über Leistungen nach Absatz 1 und die Klärung, welche Krankenkasse im Einzelfall Leistungen nach Absatz 1 im Betrieb erbringt. Örtliche Unternehmensorganisationen sollen an der Beratung beteiligt werden. Die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen regeln einheitlich und gemeinsam das Nähere über die Aufgaben, die Arbeitsweise und die Finanzierung der Koordinierungsstellen sowie über die Beteiligung örtlicher Unternehmensorganisationen durch Kooperationsvereinbarungen. Auf die zum Zwecke der Vorbereitung und Umsetzung der Kooperationsvereinbarungen gebildeten Arbeitsgemeinschaften findet § 94 Absatz 1a Satz 2 und 3 des Zehnten Buches keine Anwendung.
(4) Unterschreiten die jährlichen Ausgaben einer Krankenkasse den Betrag nach § 20 Absatz 6 Satz 2 für Leistungen nach Absatz 1, stellt die Krankenkasse die nicht verausgabten Mittel dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen zur Verfügung. Dieser verteilt die Mittel nach einem von ihm festzulegenden Schlüssel auf die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen, die Kooperationsvereinbarungen mit örtlichen Unternehmensorganisationen nach Absatz 3 Satz 4 abgeschlossen haben. Die Mittel dienen der Umsetzung der Kooperationsvereinbarungen nach Absatz 3 Satz 4.

Auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) finden Sie unter Publikationen - Fachbeiträge die Publikation "Betriebliches Gesundheitsmanagement mit Hilfe der Balanced Scorecard".

Weitere Informationen bietet die Initiative Neue Qualität der Arbeit (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) unter www.inqa.de.

Das Deutsche Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung DNBGF geht auf eine Initiative des Europäischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung ENWHP zurück und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS und vom Bundesministerium für Gesundheit BMG unterstützt.

Die AOK bietet ein Portal zur Betrieblichen Gesundheitsförderung.

Viele Unternehmen haben den Nutzen und die Wichtigkeit von Betrieblicher Gesundheitsförderung bereits erkannt und betriebliche Programme und Projekte erfolgreich eingeführt. Betriebliche Gesundheitsförderung erhält die Ressourcen der Beschäftigten.

Der TÜV NORD CERT bietet eine Zertifizierung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement nach den Regeln einer Managementsystemprüfung an. Er unterstützt Betriebe damit bei der Entwicklung eines effizienten Gesamtsystems.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) nach TÜV SÜD Life Service Standard ist ein Managementansatz, der alle Funktionseinheiten eines Unternehmens umfasst und in ein bestehendes Managementsystem integriert werden kann. Wenn Sie BGM-Know-how für die betriebliche Praxis erwerben möchten, können Sie sich zielgerichtet zum BGM- und Präventionsmanager TÜV qualifizieren. In einer modularen Ausbildung vermittelt die TÜV SÜD Akademie praxisnahes Wissen für die Einführung eines strukturierten Betrieblichen Gesundheitsmanagements im Unternehmen.

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